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Agrar-Lexikon

Extensivierung

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Verminderung der landwirtschaftlichen Produktion (Gegensatz: Intensivierung).

1989 verabschiedete die EU ein Extensivierungsprogramm, das landwirtschaftliche Überschüsse abbauen und umweltfreundliches Wirtschaften fördern sollte. Die Extensivierung kann beispielsweise durch einen reduzierten Einsatz von Mineraldünger und Pflanzenschutzmitteln oder durch Maßnahmen des ökologischen Landbaus erreicht werden. Die GAP fördert umweltfreundliches Wirtschaften, Extensivierung spielt dabei heute eine etwas geringere Rolle.

Auch Programme einzelner Bundesländer wie etwa das Ackerrandstreifenprogramm oder Programme zum Schutz von Streuobstwiesen oder Feuchtwiesen sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

Ab 2015 müssen alle Landwirte, die die Betriebsprämie beantragen, die sog. Greening-Anforderungen erfüllen. Dazu gehört eine Vielfalt der  Fruchtarten auf den Ackerflächen,  die Erhaltung von Dauergrünland  und eine Bewirtschaftung von mindestens  5% der Ackerflächen  mit besonderem Umweltnutzen.  Die Nichteinhaltung der Greening - Bedingungen  kann mit Kürzung der Prämie bestraft werden.