i.m.a
Agrar-Lexikon

Mähdrescher

Getreideernte
Getreideernte

Als eine der revolutionärsten Erfindungen in der Landwirtschaft der Neuzeit gilt der Mähdrescher, eine Maschine zum Ernten und Dreschen von Getreide und anderen Körnerfrüchten in einem Arbeitsgang

Bis ins 20. Jh. wurde das Getreide mit der Sense gemäht, zu Garben gebunden, auf dem Feld aufgestellt und getrocknet. Nach dem Abtransport wurden die Getreidekörner mit Dreschflegeln auf der Tenne ausgedroschen. Die Drescharbeit wurde mit Einführung der Dreschmaschinen zuerst mechanisiert. Danach kam es zur Entwicklung von Mähmaschinen bzw. Mähbindern, die das Mähen und das Binden von Garben bereits in einem Arbeitsgang erledigten.

Die Ernte eines Hektars Getreide erforderte früher 360 Arbeitsstunden, heute kann ein moderner selbstfahrender Mähdrescher mit einer Schnittbreite von sechs Metern die Arbeit in einer Stunde bewältigen.

Diese leistungsstarken Mähdrescher, die - je nach Bauart und Ausführung bis zu 500.000 € kosten können - , lassen sich z.B. auch zur Ernte von  Körnermais, Raps und Sonnenblumen umrüsten.

Auf den zwei seitlichen Bildern sind Mähdrescher bei der Getreideernte zu sehen.  Vorne am M. legt eine Haspel die Halme so, dass sie vom Messerbalken, der wie eine riesige Haarschneidemaschine arbeitet,  geschnitten werden können. In einer Dreschtrommel werden die Körner aus den Ähren geschlagen. Gebläse und Siebe trennen und reinigen die Körner. Anschließend gelangen sie in den Korntank und werden von dort - zum Teil während der Fahrt - auf einen Wagen umgeladen. - Der Fahrer sitzt vorn in einer klimatisierten und durch leichten Überdruck vor Staub geschützten Kabine.

Die unteren Bilder zeigen Mähdrescher auf Straßenfahrt, bei der Ernte von Raps und Mais.

 

 

Mähdrescher im Einsatz

Mähdrescher  Straßenfahrt (Claas)
Rapsernte (Claas)
Rapsernte (Claas)
Maisernte (Claas)